Dass bei einem Rennfahrer nicht immer alles nach Plan läuft, ist nichts ungewöhnliches. Stürze und Krankheiten haben schon so manche Karriere beeinträchtigt. Bei Stefan Löffler kam beides zusammen. Nach seinem glänzenden vierten Platz beim Frühjahrsklassiker Köln-Schuld stürzte er bei der Mallorca-Rundfahrt, war später mehrmals krank und verpasste so fast die gesamte Straßensaison. Dass der 24-Jährige überhaupt noch in Schwung kam, war seiner Hartnäckigkeit zu verdanken. Als Ursache für seine zahlreichen Infekte wurde ein Masern-Virus gefunden. Nach erfolgreicher Behandlung ging es auch sportlich wieder aufwärts: Spät, aber nicht zu spät kam Löffler in Form, holte die Bronze-Medaille bei der Derny-Europameisterschaft in Kopenhagen und wurde an gleicher Stelle Sechster (zusammen mit Sebastian Frey) im Madison-Rennen. Seine Fans im Ruhrgebiet versöhnte er dann bei den Six Days in Dortmund. Die Mannschaft Löffler/Müller gehörte auf Platz fünf zu den Top-Überraschungen des 6-Tage-Rennens.